Landesmitgliederversammlung der Linksjugend solid Niedersachsen 18.02.17 – 19.02.17

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Die Basisgruppe Delmenhorst der Linksjugend solid Niedersachsen war auf der Landesmitgliederversammlung vom 18.02.17 – 19.02.17 am stärksten vertreten.

Bei den letzten beiden LMV’s scheiterte die Abstimmung einer neuen Satzung am §7. Nun wurde die neue Satzung nach einer langen Diskussion über verschiedene Varianten zur Gleichstellung im §7 verabschiedet. Demnach ist festgelegt, dass ein 75%iger FLTI-Anteil für die Mindestquotierung einer Wahl gewährleistet sein muss.
Es wurden einige Anträge verabschiedet, u.a. vom LAK emanzipatorische queer_feminist*innen. Hierzu zählte auch der Antrag zu Verschwörungstheoretiker*innen. Demnach distanziert sich der Landesverband von der Wahl Diether Dehm’s auf der Landesliste für die Bundestagswahl und allen Verschwörungstheorien in der Partei DIE LINKE. Highlight des ersten Sitzungstages war der Workshop von Schlau e.V Queer (Sexuelle Orientierung) – Feminismus. Der Workshop sollte vor allem auf die verschiedenen sexuellen Orientierungen und Geschlechter aufmerksam machen. Der Workshop zum Thema Sinti und Roma war im Gegensatz nicht begeisternd. Zwar stellte der Referent die Geschichte der Roma anhand von Videos, Fotos und Erzählungen sehr gut dar, allerdings plädierte er dafür, gegen rassistische Verhältnisse im Sinne einer Querfront zu agieren und dabei grundlegende Prinzipien, wie Gleichberechtigung hinten anzustellen.

Es gab diverse Wahlen, u.a. wurden Delegierte für den Bundeskongress, und Delegierte für den Landesparteitag der Partei DIE LINKE am 04.03.17 in Osnabrück gewählt. Wir freuen uns, dass 2 unserer BG-Mitglieder für die Delegation gewählt wurden. Außerdem wurde Randy Orlovius aus der BG… als Bewerber für die Liste zur Landtagswahl gewählt.

Zusammenfassend war es eine entspannte LMV ohne inhaltlich kämpferischen und sozialistischen Debatten. Im Hinblick auf die bevorstehende Bundestags- und Landtagswahl müssen wir progressive Debatten führen und uns konkret mit dem Wahlkampf und unseren Forderungen als Jugendverband auseinandersetzen. Es mangelt immer noch an inhaltlichen Auseinandersetzungen. Das macht auch das geringe Interesse an der LMV deutlich. Das Angebot an politischer Bildung in Form von Workshops auf LMV’s reicht nicht aus. Es müssen kontinuierliche Angebote und die Unterstützung von Ausbildung in den Basisgruppen vor Ort stattfinden, ansonsten erhöht sich die Gefahr einer Passivität oder gar Spaltungen aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen darüber, was eigentlich die Aufgabe eines sozialistischen Jugendverbandes sein soll. Der Landessprecher*innenrat muss versuchen, die Unterstützung der politischen Ausbildung der jungen Genoss*innen wieder zum entscheidenden Bestandteil der Arbeit zu machen.

Eine stärkere politische Ausbildung hätte bessere und intensivere inhaltliche Auseinandersetzungen und mehr Positionierungsanträge zur Folge. Damit würde die LMV als Möglichkeit der politischen Diskussion wieder in den Vordergrund rücken. Damit ließen sich zukünftig auch deutlich mehr GenossInnen zu Landesmitgliederversammlungen mobilisieren, wenn jedes Mitglied das Gefühl hat, einen politischen Mehrwert zu erhalten und für einen sozialistischen Jugendverband wichtig zu sein. Denn wer soll die Gesellschaft verändern, wenn es nicht eine sozialistische Jugend mit einer vitalen und motivierten Basis tut?

Ohne eine vernünftige politische Schulung, die mit einem sozialistischen Organisationsprinzip einhergeht, können linke Basisgruppen niemals von Dauer sein. Ein unpolitischer „Sitzungssozialismus“ über Formalia führt schnell zur Demoralisierung der Mitglieder. Ohne revolutionäre Theorie kann es auch keine revolutionäre Praxis geben, denn die Theorie ist immer auch eine Anleitung zum Handeln und damit der Grundstein politischer Arbeit. In der Konsequenz kann die politische Schulung und der Aufbau von Basisgruppen nur Hand in Hand funktionieren.

Damit kann auch ein handlungsfähiger und kämpferischer Landesverband aufgebaut werden. Kämpfen wir für einen radikale und sozialistische Jugend mit politischer Klarheit und einer straffen Organisation, um die Herausforderungen der nächsten Periode zu meistern. Lasst uns revolutionäre Bewusstseinsansätze vor Ort fördern!

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